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Wer auch in Zukunft sein Depot weiter führen will der sollte unbedingt sich mit diesem Thema auseinander setzten. Denn nichts ist wichtiger, als eine klar definierte Risikoverwaltung. Ich habe deshalb, für meine Wertpapiergeschäfte folgende Regelung eingeführt:
Für mein Beispiel nehmen wir ein Musterdepot, zur Vereinfachung mit einem Gesamtwert von 10.000,-€ an. Damit ein Depot auch in Zukunft bestehen kann, sollte nur ein gewisser Betrag pro Trade riskiert werden. Deshalb habe ich mir zum Ziel gesetzt immer ein StopLoss nach jedem neuen Trade direkt anzulegen. Dieses StopLoss wird vorher schon von mir errechnet und festgelegt. Ich möchte nicht mehr als 2% des gesamt Depots pro Trade riskieren. Also in unserem Fall, nicht mehr als 200,-€
Ein Trade sollte nicht grösser als maximal ¼ des Gesamtdepots ausmachen Das würde in unserem Beispiel bedeuten das nur 2.500,-€ pro Position eingegangen werden dürfen.
Damit das StopLoss nicht gleich ausgeführt wird, sollte man folgendes beachten. Bei Rohstoffen, Emerging Markets (Indizes) und bei nicht DAX Werte (SDAX usw.) Sollte maximal ein Hebel von 2 eingesetzt werden. Bei Indizes z.B. DAX, DowJones Nikkei usw (ausser TecDAX und Emergin Markets) Sollte maximal ein Hebel von 5 verwendet werden. Durch das anwenden dieser Hebelrichtlinie werden in der Regel die StopLoss an einem Handelstag nicht ausgeführt. Der Hintergrund meiner These ist der: Wenn man die maximal Hebel, mit dem von mir angenommenen höchst Volatilitätswert multipliziert, kommt kein höherer Wert als 10 heraus. Diese 10, ist entscheidend. Denn das StopLoss liegt normalerweise bei 10% unter dem Kaufkurs. (Beispiel: Rohstoffe ca. 4% Schwankung, DAX nicht mehr als 2%.
Somit kann das StopLoss nur ausgelöst werden wenn eine starke Gegenbewegung auftritt. Wenn dies der Fall ist liegt man vermutlich sowieso auf der falschen Seite. Spread Ausserdem sollte der Spread nie zu hoch liegen. Bevorzugt werden niedrige Spreads da durch diese Spreads bereits ein Kursnachteil beim Kauf entsteht. Und das StopLoss somit viel schneller erreicht werden kann.
Das StopLoss sollte zuerst zwischen 5%-7% liegen. Damit ist gemeint, wenn eine Position in Höhe von 2.000,-€ eingegangen werden soll, muss das StopLoss zwischen einem Wert von 1.860,-€ bis 1.900,-€ platziert werden. Diese beiden Werte, entsprechen dem Wert der zurück aufs Depot gebucht werden soll, wenn das StopLoss ausgeführt wurde.
Das StopLoss muss natürlich auf den Preis des Wertpapiers festgelegt werden.
Beispiel:
100,-€ Zertifikatspreis oder Aktie
20 Stück
Das heisst, dass ein StopLoss zwischen 93,-€ bis 95,-€ gelegt werden muss. Falls das Zertifikat jetzt vom Einkaufswert 100,-€ auf 95,-€ fällt und es wurde vorher ein StopLoss mit einem Abstand von 5% zum Kaufpreis gesetzt, würde der Wert somit verkauft werden.
Ausserdem ist es sehr Wichtig das diese Handhabung von StopLoss Festsetzung nur bei Zertifikate oder anderen Derivaten angewandt werden sollte, deren Hebel nicht grösser als der Prozentsatz des Unterschiedes zwischen Einkaufskurs und StopLoss liegt. Denn es macht wenig Sinn ein sehr hoch gehebeltes Derivat mit einem sehr engen StopLoss an den Markt zu bringen. Weil zum Beispiel es sein kann, dass Werte gleich mit einem sehr grossen Unterschied zum Abend vorher eröffnen. Und damit würde das StopLoss zu einem schlechteren Preis aktiviert werden. Es gibt jedoch gewisse Broker die garantierte StopLoss anbieten. Diese sind allerdings nur gegen ein gewisses Entgelt einzurichten. (Abbildung unten)
Wenn jetzt der Kurs, des
Basiswertes in die gewünschte Richtung sich bewegt,
muss natürlich das StopLoss nachgezogen werden.
Hierfür habe ich folgende Methode Entwickelt:
Beim eingehender der Position
wird das StopLoss wie schon erwähnt mit einer
Differenz von 5%-7% angesetzt. Sobald diese Position
in die gewünschte Richtung geht, wird das StopLoss
immer so nachgezogen, dass die Differenz zwischen
Kurs des Derivats und des StopLoss maximal 7%
beträgt. Ansonsten wird das StopLoss gleich
nachgezogen.
Ist der maximale Verlust, der
durch das Auslösen des StopLoss entstehen könnte
gleich 0,00€. Kann das StopLoss jetzt auf eine
Differenz zwischen Kurs des Derivatas und des
StopLoss von 5% bis7% auf 7% bis 12% angehoben
werden.
Fazit:
Durch das Anfangs schnelle nachziehen des StopLoss auf einen Verlust/Gewinn von 0,00€, können Trades die nicht in die gewünschte Richtung gingen schnell wieder verkauft werden.
Denn wenn man auf kurze Sicht falsch liegt, weshalb sollte man dann auf lange Sicht richtig liegen. Sofern sie das Geld evtl. (siehe Crash 2001) länger Zeit nicht benötigen.